Vale-Cultura

"Vale-Cultura" heißen Kultur-Gutscheine in Brasilien, die Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen erhalten sollen. Das Parlament billigte diese Woche einen entsprechenden Gesetzesentwurf.

Demnach haben private und öffentliche Beschäftigte mit einem Lohn von unter 2325 Reais (rund 900 Euro) künftig das Recht auf einen Kulturgutschein im Wert von monatlich 50 Reais (rund 20 Euro). Der "Vale-Cultura" wird vom Arbeitgeber bezahlt, der die Ausgaben von den Steuern absetzen kann. Der Bon kann für Kino-, Konzert-, Theater- und Museumseintritte sowie Bücher, CDs und DVDs verwendet werden.

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Der Teppich von Bayeux

Der Teppich von Bayeux, der die Geschichte der normannischen Invasion in England anno 1066 erzählt, wird hier mit heutigen technischen Mitteln in seiner ursprünglichen Absicht weitergedacht. Er kann durchaus in Zusammenhang mit Comicstrips und Filmtechniken tausend Jahre später gesehen werden, wenngleich das Wort "Vorläufer" eben wegen des großen zeitlichen Abstandes nicht passend ist.

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Bilanz des Feldkirch Festivals 2009


Jedes Jahr lädt der Festivalleiter die musikalische Kultur einer anderen Nation der Welt nach Feldkirch ein, um dem Publikum ein internationales Musikerlebnis gleich vor der Haustür zu eröffnen. Im Jahr 2009 richtete sich der künstlerische Fokus von Philippe Arlaud auf sein Heimatland Frankreich.

Das Feldkirch Festival (vom 10. bis 21. Juni) ist von rund 4800 Personen besucht worden. Die zwanzig Veranstaltungen waren durchschnittlich zu 75 Prozent ausgelastet.

Über 450 Künstler widmeten sich an acht Veranstaltungsorten dem diesjährigen Motto "à la française", unter anderem mit Poulencs Oper "Les Mamelles de Tirésias" und Faurés Requiem.

Der Länderschwerpunkt wird 2010 Russland gewidmet sein. Die Sparkasse Feldkirch bleibt Hauptsponsor des Anlasses, der entsprechende Sponsorenvertrag wurde für die nächsten zwei Jahre verlängert.

Strategisch konzentriert sich das Feldkirch Festival bis 2012 jährlich auf ein Bühnenwerk in der Regie von Philippe Arlaud, die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, wechselnde Länderschwerpunkte, interdisziplinäre Kooperationen (Tanz, Literatur, Medien, Bildende Kunst), die Vernetzung in Stadt und Land durch die Integration regionaler Künstler sowie auf eine Plattform für den Nachwuchs.

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Christoph Schlingensief: Ein Rebell wird Professor


Christoph Schlingensief wird Professor an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig. Das niedersächsische Kulturministerium hat dem 48 Jahre alten Regisseur, Autor und Aktionskünstler eine Professur für "Kunst in Aktion" verliehen. Er wird im Rahmen seiner Lehrtätigkeit Studierenden der Freien Kunst und des Darstellenden Spiels die Möglichkeit geben, "an den Orten seiner Inszenierungen an seiner Kunst mitzuwirken und eigene Positionen weiter zu entwickeln".
Die Professur ist auf fünf Jahre befristet. Ein Mal pro Jahr wird es eine öffentliche Veranstaltung in Braunschweig geben, die jeweils in Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig stattfinden wird.
Erst im März hatte Schlingensief mit großem Erfolg seine jüngste Inszenierung "Mea Culpa" am Wiener Burgtheater herausgebracht, in der er sowohl seine Krebserkrankung als auch den wiedererwachten Lebenswillen eindrucksvoll thematisierte. Die Erkrankung hatte bereits in seiner Inszenierung "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" bei der Ruhrtriennale 2008 im vergangenen Herbst eine Rolle gespielt.

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Avantgarde: Virtuelles Berliner Logentheater


Berlin hat ein neues Theater, das zunächst allerdings nur im Internet besucht werden kann: Das Berliner Logentheater.

Die Plattform ist kreativ gestaltet und verdeutlicht die Möglichkeiten des Web 2.0: Die Homepage zeigt einen in rot gehaltenen Theatersaal. Mit Betätigung der Maus auf den Bühnenvorhang wird dieser geöffnet: Drei Schauspieler stehen auf der Bühne, die sich durch anklicken vor dem virtuellen Publikum verneigen. Beim Klick auf das Wort "Berliner Logentheater" gelangt der Nutzer zu einer Art Häuserwand aus altem Backstein, mit geschlossenen und offenen Fenstern und in manchen erleuchteten Fenstern kann der Nutzer auch die Bilder von Künstlern sehen.

Um die Theaterstücke als Film in verschiedenen Sequenzen zu sehen, muss einfach nur in die bunten Fenster geklickt werden. Zurzeit werden unter anderem "Penthesilea" von Heinrich von Kleist, ein Produktion der Schaubühne Berlin, sowie "Frankenstein" von Wolfgang Deichsel oder "Nacht mit Gästen" von Peter Weiss gezeigt. Neben den klassischen oder avantgardistischen Kulturleckerbissen, bietet das Portal jungen Künstlern auch die Möglichkeit, an dem Wettbewerb "Actors on Sets" teilzunehmen. Für die Jury konnte der weltbekannte Schauspieler Omar Sharif gewonnen werden. Zukünftig ist auch eine wöchentliche Liveshow im virtuellen Logentheater geplant.

www.logentheater.de soll das Kulturinteresse von Internetnutzern erfüllen, die viel und gerne im Netz surfen. Intendant und Geschäftsführer des digitalen Theaters ist der Schauspieler Johannes Brandrup, unterstützt wird er von Schauspielern, Regisseuren oder Videokünstlern sowie von dem bekannten Jazzgitarristen Jean Paul Bourelly, der die musikalische Leitung übernommen hat. Das Theaterangebot ist im Moment noch kostenlos, die Organisatoren planen jedoch, später durch Mitgliedschaften und Sponsoren Einnahmen zu erzielen.

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Weltpremiere im niederländischen Delft: Klangwerk durch ein "Orchester ohne Instrumente"


Bild: Hörsaal H 104 der TU Berlin mit einem 86 Meter langen Band an den Raumseiten, in dem 2700 Lautsprecher integriert sind.

Im Rahmen der 35. Tagung der Deutschen Akustikkonferenz (DAGA) wurde am 23. März 2009 erstmals das eigens komponierte, fulminante Klangwerk von Markus Kamps, Student des Diplomstudiengangs Ton- und Bildtechnik am Fachbereich Medien, im Hörsaal der Technischen Universität Delft vor rund 100 internationalen Soundexperten öffentlich präsentiert. Das heißt, ein vollständig aus virtuellen Instrumenten zusammengestelltes Orchester spielte in einem ebenfalls akustisch nachgebildeten Konzertsaal, dem berühmten "Concertgebouw Amsterdam", die Komposition.

Delfter Donnerschlag. Delft ist eine niederländische Universitätsstadt in der Provinz Südholland. Sie liegt im Ballungsgebiet Randstad an der Vliet zwischen Den Haag und Rotterdam. Bekannt ist Delft bereits durch ein anderes "akustisches" Ereignis, den "Delfter Donnerschlag". So wird die Explosion eines Pulverturms am 12. Oktober 1654 in der niederländischen Stadt Delft bezeichnet. Es wird berichtet, dass ihr Knall noch auf der 150 Kilometer entfernten Insel Texel zu hören war.
Um etwa Viertel nach 10 Uhr morgens flog an diesem Tag im Nordosten der Delfter Innenstadt ein Lager mit Schwarzpulver in die Luft. Historiker gehen davon aus, dass es Hunderte von Toten gab. Die genaue Zahl der Menschen, die umgekommen sind, ist jedoch nie festgestellt worden. Praktisch jedes Gebäude in der Innenstadt wies Beschädigungen auf und der Bereich östlich von Verwersdijk war vollständig dem Erdboden gleichgemacht.

Wellenfeldsynthese. Das Besondere und Neue daran: Das imposante Orchesterstück, bei dessen Einspielung kein einziges reales Instrument in die Hand genommen wurde, wird durch die "Akustische Wellenfeldsynthese" so realistisch wiedergegeben, dass sich der Zuhörer geradezu in den Concertgebouw hineinversetzt fühlt. Die Wellenfeldsynthese (WFS) ist eine neue Audio-Technologie, die bereits bei einigen Sendern Einzug gefunden hat. Mit Hilfe dieser Technologie können realistische, dreidimensionale Klangwelten geschaffen werden, die das Publikum in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. Da die WFS erlaubt, jedes Instrument frei im Raum zu bewegen, kann der Nutzer dieses Systems die Dirigentenrolle übernehmen und seine eigene Orchesteraufstellung vornehmen, oder auch beliebig jedes Instrument einzeln abhören. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit der WFS-Arbeitsgruppen in Delft unter Leitung von Diemer de Vries und der Fachhochschule Düsseldorf unter Betreuung von Prof. Dr. Dieter Leckschat, Professor für Tonstudiotechnik, realisiert.

Virtual Reality. Mit der akustischen Wellenfeldsynthese wird ein Schallfeld möglichst realistisch nachgebildet werden. Dafür wird jede von einer Quelle erzeugte Wellenfront als Summe von unendlich vielen Einzelquellen betrachtet. Die Einzelquellen werden durch Lautsprecher erzeugt und können an jeder Position der Hörzone realistisch wahrgenommen und innerhalb der Lautsprecheranordnung platziert werden; sie werden dadurch für den Zuhörer räumlich umgehbar.

Unter Wellenfeldsynthese (WFS) versteht man ein räumliches Audiowiedergabeverfahren mit dem Ziel, virtuelle akustische Umgebungen zu schaffen. Die Synthese erzeugt Wellenfronten, die von einem virtuellen Punkt ausgehen. Dessen akustische Ortung ist nicht von der Zuhörerposition und auch nicht, wie bei den konventionellen Mehrkanalverfahren, von psychoakustischen Effekten abhängig.

Die Synthese basiert auf dem Huygens-Prinzip, das beschreibt, dass jede Wellenfront auch als Überlagerung von Elementarwellen betrachtet werden kann. . Dieses von Christian Huygens im Jahre 1678 formulierte Prinzip besagt: "Jeder Punkt einer Wellenfront kann als Ausgangspunkt von Elementarwellen angesehen werden, die sich mit gleicher Geschwindigkeit und Wellenlänge wie die ursprüngliche Wellen ausbreiten. Die Einhüllende aller Elementarwellen stellt die neue Wellenfront dar."

Deshalb lässt sich aus solchen Elementarwellen auch jede beliebige Wellenfront synthetisieren. Um Schallwellen zu erzeugen steuert eine Computersynthese dabei jeden der einzelnen Lautsprecher – angeordnet in Reihen rings um den Zuhörer – genau in dem Moment an, zu dem eine virtuelle Wellenfront seinen Raumpunkt durchlaufen würde. Professor Berkhout erfand dieses Verfahren 1988 an der Technischen Universität Delft.

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Wellenfeldsynthese / Binaural Room Synthesis (BRS)
Delfter Donnerschlag
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European Border Breakers Awards 2010


Die Europäische Kommission hat die niederländische Stiftung EuroSonic Noorderslag mit der Organisation der siebten Auflage der European Border Breakers Awards (EBBA) beauftragt. Mit diesem Preis zeichnet die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU) Nachwuchskünstler und Gruppen aus, die über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus erfolgreich sind. Damit veranschaulicht und fördert der Preis auch die große Vielfalt, Kreativität und Innovationskraft der europäischen Musikszene.

Im Rahmen einer 2008 gestarteten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen hat die Kommission die Stiftung EuroSonic Noorderslag damit beauftragt, die zu prämierenden Nachwuchsmusiker auszuwählen, die ein Publikum jenseits ihrer Landesgrenzen erreichen. Diese Stiftung ist als Veranstalter eines beliebten Musikfestivals in den Niederlanden bekannt. EuroSonic Noorderslag wird ferner die Preisverleihung ausrichten, die im Januar 2010 in Groningen (Niederlande) stattfindet, und auch die Werbetrommel für dieses Ereignis rühren.

Die European Border Breakers Awards werden jedes Jahr verliehen und aus dem Programm "Kultur"finanziert, mit dem die Europäische Union länderübergreifende Zusammenarbeitsprojekte mit mindestens drei Teilnehmerländern fördert. Aus dem Budget dieses Programms werden auch der Preis für zeitgenössische Architektur, der Preis für das Kulturerbe sowie der neue Literaturpreis der Europäischen Union finanziert.

Moderne Musik ist Teil der kulturellen Identität Europas und ein ausgesprochen wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zeitgenössische Popmusik wird vom nationalen Publikum geschätzt, das nationale Künstler hört und diese durch den Kauf von Tonträgern und den Besuch von Konzerten unterstützt.

Für aufstrebende Talente ist es jedoch schwierig, ein Publikum außerhalb ihres Heimatlandes anzusprechen und in anderen Mitgliedstaaten Verkaufserfolge zu erzielen.
Mit den European Border Breakers Awards (EBBA) werden Künstler ausgezeichnet, denen es gelingt, mit ihrem Debütalbum außerhalb des Landes, in dem dieses produziert wurde, ein großes Publikum zu erreichen.

Europäische Einzelkünstler (oder Musikgruppen) werden für einen Preis aufgrund folgender Kriterien ausgewählt:

* Original-Debütalbum von Einzelkünstlern oder Musikgruppen aus einem EU-Mitgliedstaat
* Verkaufszahlen in den EU-Mitgliedstaaten, das Produktionsland ausgenommen
* Verkaufszahlen des letzten Jahres
* Tourneeerfahrung außerhalb des Herkunftslandes
* Fähigkeit der Künstlerin bzw. des Künstlers zu Live-Auftritten.

Viele der Künstler, die den Preis in früheren Jahren entgegennehmen konnten, sind heute etablierte Größen im Musikgeschäft wie Carla Bruni, Tokio Hotel, Damien Rice, The Thrills, Gabriel Rios, The Fratellis, Basshunter, Dolores O’Riordan und viele andere.

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Der Preis für das Jahr 2009
AUFFORDERUNG ZUR EINREICHUNG VON VORSCHLÄGEN Read More......

Auslandsstipendien für TänzerInnen und ChoreographInnen


Für das Studienjahr 2009/2010 schreibt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur zehn (Postgraduate-)Stipendien für Tänzerinnen bzw. Tänzer (sowie Choreographinnen und Choreographen) zur künstlerischen Fortbildung bei einer Institution oder als Hospitanz bei einer renommierten Compagnie im Ausland aus. Die Laufzeit jedes der mit € 1.100 monatlich dotierten Stipendien beträgt maximal 10 Monate.

Mindestvoraussetzungen für die Bewerbung sind:

  • nachweisbare, abgeschlossene Ausbildung im Bereich Tanz (Bühnenreife),
  • Lebensmittelpunkt in Österreich,
  • Nachweis öffentlichen Wirkens in Österreich,
  • Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen.

Ausnahmen bei den Bewerbungsvoraussetzungen sind nur in besonders begründeten Fällen möglich.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind mit dem deutlichen Vermerk TANZSTIPENDIUM FÜR DAS AUSLAND 2009/2010 bis 31. März 2009 (es gilt das Datum des Poststempels) an folgender Adresse ein zu bringen:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Abteilung VI/2
Minoritenplatz 5, 1014 Wien.

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Europäische Musikbörse gestartet

Zur Förderung des Dialogs zwischen den verschiedenen Regionen Europas, ist in diesen Tagen die "Europäische Musikbörse" gestartet. Unter www.europaeische-musikboerse.eu entwickelt sich eine interaktive Informations- und Austauschplattform für Musikschaffende in den verschiedenen Regionen Europas. Die Europäische Musikbörse will über aktuelle musikalische Aktivitäten informieren, Wissenswertes über die jeweilige Musikkultur vermitteln und Möglichkeiten des Austauschs über nationale Grenzen hinweg bieten. Alle Musikschaffenden sind aufgerufen auf den Seiten der Europäischen Musikbörse ihr eigenes Profil zu hinterlegen, Veranstaltungen zu veröffentlichen und Kooperationsangebote und -gesuche einzustellen.

Die Europäische Musikbörse ist die Weiterentwicklung der bilateralen Plattform „Deutsch-Polnische Musikbörse“. Diese informierte seit 2006 über Musikkultur und -entwicklung in den 16 deutschen Bundesländern und den 16 polnischen Woiwodschaften. Der Erfolg des Portals hat den Deutschen Musikrat bewogen, neben Polen weitere Partnerländer unter den jungen EU-Mitgliedsstaaten in dieses System aufzunehmen.Als europäische Informations- und Austauschplattform zum Thema Musik beginnt die Musikbörse mit aktuellen Informationen aus dem Musikleben der Länder Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und Deutschland. Weitere Staaten sollen folgen. Wertvoll auch die Aufführung von Wettbewerbsdaten.

Ziel der Musikbörse ist es, in den nächsten Jahren möglichst viele europäische Regionen miteinander zu vernetzen und damit den musikkulturellen Austausch in Europa zu fördern. Die Europäische Musikbörse wird vom Beauftragten der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Kooperationspartner sind das Goethe-Institut und der Europäische Musikrat.

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Europe goes Oscar: Sieben von der EU geförderte Filme sind für Oscars nominiert

Bei den diesjährigen Academy Awards sind sieben durch das MEDIA-Programm geförderte Filme für Oscars nominiert: Der Baader Meinhof Komplex (Deutschland, Uli Edel), Entre les murs (Frankreich, Laurent Cantet), Waltz with Bashir (Israel/Frankreich/Deutschland, Ari Folman), Happy Go Lucky (UK/Mike Leigh), The Duchess (dt. "Die Herzogin", UK/Frankreich/Italien, Saul Dibb), Slumdog Millionaire (UK/USA, Danny Boyle) sowie die bereits ausgezeichnete Dokumentation Man on Wire (UK/USA, James Marsh) (Kurzbeschreibungen im Anhang).

Aus dem MEDIA-Programm der EU wurden beträchtliche Finanzmittel für diese auf der Liste der Oscar-Nominierungen weit oben stehenden Filme bereitgestellt: Der Beitrag belief sich allein für diese Filme auf insgesamt 3 028 000 EUR, und für den Kinovertrieb werden voraussichtlich noch weitere Mittel verfügbar gemacht.

Letztes Jahr wurde die von MEDIA geförderte deutsch-österreichische Koproduktion "Die Fälscher" (IP/08/298) mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. 2007 gewann der ebenfalls durch das MEDIA-Programm mitfinanzierte deutsche Film "Das Leben der Anderen" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. 2006 wurde der französische Film "La Marche de l'empereur" (dt. "Die Reise der Pinguine"), eine weitere durch MEDIA geförderte Produktion, mit dem Oscar für die beste Dokumentation geehrt.

Das MEDIA-Programm der EU spielt durch die Unterstützung und den Vertrieb von Tausenden Filmen sowie durch Fortbildungsmaßnahmen, Festivals und Förderprojekte in ganz Europa eine zentrale Rolle für die Förderung des audiovisuellen Sektors Europas. Neun von zehn europäischen Spielfilmen, die außerhalb ihres Herkunftslandes gezeigt werden, haben Unterstützung aus dem MEDIA-Programm erhalten.

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EU-Media-Programm
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