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Donnerstag, 2. Mai 2013

Radierung - Einführung und Grundlagen

Wikimedia: Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, Aquatinta-Radierung aus der Serie Los Caprichos von Goya

Eine schöne und auch für Laien leicht handhabbare Einführung in die Technik der Radierung, mit Darstellung der Werkzeuge und des Arbeitsvorganges. Das Angebot umfasst: Geschichtliches - Das Handwerk - Die Kaltnadel - Die Strichätzung - Der Weichgrund - Die Aquatinta - Der Farbdruck und Ätztabellen.

Radierung. Unter Radieren versteht der Laie nicht gewollte Striche oder Schriftzeichen auszulöschen, unsichtbar zu machen, wegzuradieren. Auch die grafische Kunstform Radierung tut dasselbe nur mit dem Ziel Striche und Schriftzeichen sichtbar zu machen: Man schabt, kratzt oder ätzt etwas weg. Eine Radierung entsteht, wenn etwas in eine Metallplatte gekratzt und dann abgedruckt wird.

Die Kenntnis der Radiertechnik ist nicht nur für den Künstler interessant und nicht nur für fundierten Vernissagen-Small-Talk nützlich. Die Radierung als Drucktechnik ist durchaus im Zusammenhang mit der Massenkommunikation zu verstehen und ein Teil europäischer Kunst-, Kultur und Technikgeschichte.

Tiefdruck. Das Verfahren der Radierung wurde erstmals um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts in Deutschland und in Italien ausgeübt. Eine Radierung ist ein Tiefdruckverfahren. Das heisst, die Linien und Flecken, die auf dem Papier farbig erscheinen sollen, sind in die Ebene einer Metallplatte eingekratzt, eingeritzt oder eingeätzt. Jene Vertiefungen werden mit Farbe ausgefüllt. Die Farbe wird wieder aus der Platte herausgeholt, indem diese zusammen mit einem leicht angefeuchteten Blatt Papier durch eine Presse gezogen wird. Durch den Druck übertragen sich die Linien und Striche der Zeichnung auf das Papier.

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